Nun kommt Tomas an Bord und er bezieht sogleich die Bugkabine. Tomas sucht schon bald einen Schweisser.
Dies scheint nicht so einfach zu sein. Der erste schaut sich die Arbeiten an, aber meldet sich nicht mehr. Der Schweisser der Marina soll es richten, jedoch mit viel Versprechen verschieben sich immer wieder die Arbeiten.
Endlich bekommen wir eine Marina Platz an den Aussenstegen
Gleich dahinter befindet sich ein schöner Sandstrand, dieser wird jedoch durch Seelöwen Männchen belegt. Die Weibchen befinden sich in Uruguay.
An einem Morgen wird der schmale Fussweg von einem Bullen belegt, die sind ganz schön gross.
Dieser lässt sich nicht überzeugen, sich zu bewegen. Dann kommt Hilfe von einer Yacht, er steht zwischen den Bullen und uns und wir können passieren……..fragt so gleich … wo geht die Reise hin …. Ushuaia … darf ich mitkommen? Dies ist Gaspar, ein Profi Taucher von Mar del Plata
Ich bestelle vier warme Schlafsäcke und Lindt Schokolade.
Leider folgte ein Jahrhundert Sturm und dieser zerstörte Küstenlinien.
Schweissarbeiten am Heck
So gilt es noch ein bisschen zu gedulden und endlich konnten wir auslaufen Richtung Necochea.
In Necochea durften wir längsseits zu einem alten Passierschiff anlegen. Ab Abend werden wir im Yachtclub eingeladen zum Grillen.
Der nächste Stopp ist Puerto Madryn. Dort konnten zwei Fischerstiefel kaufen und so gibt es beim Dingi anlanden keine nassen Füsse mehr.
Nur 30sm entfernt befindet sich Puerto Piramides. Pinguine begleiten uns bei der Ausfahrt mit dem Dingi.
Auf einem knallt die Genua runter auf Deck und Gaspar geht auf den Mast und wir ziehen das Fall neu ein.
Die nächste Etappe ist Puerto Deseado und dies ist 330sm entfernt. Während der Fahrt kommen Abgase aus dem Motorraum. Gasper und Tomas nehmen den Auspuff auseinander und dichten den Auspufftopf ab.
eDas Wetterfenster nach Ushuaia (530sm) lässt auf sich warten. Die ersten 3 Tage haben wir einen genialen räumlichen Wind.
Leider dreht der Wind auf die Nase und wir müssen den Motor starten. In der Nacht nimmt die Windstärke auf 40kn zu. Der Druck auf die Segel und Wellen nehmen zu. Die beiden Jungs lösen den Besan ohne diesen zu bergen.
Ich werde geweckt, Gaspar ist durchs Cockpit geflogen und hatte eine Schramme am Kopf. Wir verarzten die Wunde und fallen ab Richtung Festland. Am Morgen gibt der Wind ein bisschen nach aber die Wellen bleiben. Mit einem Kurs von 30° motoren wir Richtung Beagle Street.
Windy sagt für die Durchfahrt von 2.5kn Gegenstrom, als wir ankommen sind 4.5kn.
Als wir endlich in die Beagle Street einbiegen, dreht der Wind erneut auf die Nase. 25kn Wind bremsen Sagarena beträchtlich und es bleiben von 600l nur noch 50l Diesel übrig.
Gaspar telefoniert und findet eine Lösung, wir können in Puerto Almanza am Steg anlegen.
Am nächsten Tag kommt ein Pickup mit 400l Diesel, der Liter kostet ARS 2300 (€1.30) und der Transport für $100.
Jetzt folgt der letzte Streich bis Ushuaia wieder mit Gegenwind.
Wir stossen an auf die 1,416 NM (Mar del Plata to Ushuaia) an.
Welcome Ushuaia 😊
Gasper fliegt am nächsten Tag nach Mar del Plata und hat wieder ein Einsatz als Berufstaucher.
Tomas sucht eine Unterkunft und einen Job.
Ushuaia ist ein schöner Ort mit vielen Shops mit Skizubehör. Mit Tomas besuchen wir das Skigebiet Cerro Castor, welches klein ist und auch geschlossen. (zu wenig Schnee)
Der Besan wird von einem Tapezier Laden repariert und auch ein neuer Sitzüberzug für den Steuermann.
Genial der Yacht Eigner Diego hilft uns mit Kanistern den Tank aufzufüllen.
Nun heisst es Abschied nehmen von Tomas und ich klariere aus Argentinien aus.
Endlich ist der Wind von hinten und fliege mit der Genau in Richtung Puerto Williams.
Anlegen am Mittelpacket und es warten 4 Personen. Mauro gibt mir meine 4 Amazon US Packete.
Das Dorf von Puerto Williams ist idyllisch, es sind zwei Restaurants und drei Läden geöffnet.
Die Spezialität ist Calafate Käsekuchen (Preiselbeeren) und auch ein Calafate Sour.
Zum Glück kommt mein Freund Chris aus der Schweiz und er landet in Punta Arenas.
Er reserviert ein Mietauto und zwei Touren. Ich fliege nach Punta Arenas und gehe in das gleiche Hotel wie Chris.
Es ist eine grosse Militär Parade auf dem Hauptplatz und wir essen gut im Hotel.
Wir treffen uns am nächsten Tag um 06:00 beim Bus und wir fahren in den Torres de Paines Nationalpark. Um 10:00 geht langsam die Sonne auf und wir haben schon ein Teil der 22km geschafft.
Die letzten Kilometer sind steil und eisig.
Was für ein Anblick die Felsen des Torres de Paines erscheinen mit dem See.
Am nächsten Tag fahren wir mit einem Katamaran Passierboot zu einem Wasserfall und Gletscher Gletscher Serrano. Wir werden beim Kapitän ins Führerhaus eingeladen und anschiessend bekommen wir einen Whisky.
So holen wir das Mietauto ab und wir fahren Richtung Calafate, dort sehen wir viele Tiere.
In Calafate angekommen ist am Abend das Halbfinal Argentinien-England und es ist eine coole Stimmung.
Am nächsten fahren den Berg hoch bis wir nach zum Gletscher Perito Moreno. Die Strasse ist eisig, aber mit den Spikes funktioniert es sicher. Das letzte Mal habe ich diesen 1988 gesehen und fehlen zirka 200m.
Mit zwei Uber fahren wir zum Ferry Terminal. Wir habe sehr viel Gepäck (400m Leine, 20l Hydrauliköl, Multiplua II 12/5000/220)
Die Fahrt nach Puerto Williams dauert 35 Stunden.
Wir kommen um 05:00 an und wir werden vom Apotheker in die Marine gefahren.
Sagarena ist voll mit Schnee und wir müssen zuerst heizen.
Wir machen ein Fondue an Bord aber genau an dem Tag ist der Brot Ofen defekt, wir müssen das Fondue mit Toastbrot essen.
Es gibt zwei verschiedene wilde Pferdeherden. Als ich nach dem Abendessen nach Hause laufe, kann ich wegen Glatteis nicht mehr auf der Strasse laufen, so gehe ich an den Strand., Auf einmal gibt es einen riesigen Lärm von hinten, die Pferde galoppieren voll auf mich zu, was für ein Schreck!
In Chile geht nichts ohne den RUT. (Steuer Nummer)
Manuel hilft mir mit Bestellungen innerhalb Chile. (2x Solarzellen, Laderegler und ein MPPT)
Martin fährt mich mit dem Dingi zum Flughafen.
Die alten Jumbolinos der Crossair werden mit DAP eingesetzt. Die einzigen Routen sind Punta Arenas oder Antarktis.
Der Sonnenaufgang ist erst 10:00 und der Untergang um 17:00.
Die Tagestemperaturen sind unter 0 Grad und bis minus 10 Grad.
In Puerto Williams frieren die Wasserleitungen ein.
Wir entschliessen uns für 2 Monate nach Hause zu fliegen.
Anfangs Oktober ist in Patagonien Frühling.
